Prepaid Karten Kontrolle:
Das Wort Prepaid steht für Vorkasse – also auch für Kostenkontrolle und Transparenz aufseiten der Kunden. Dennoch gibt es in einigen Prepaid-Verträgen Klauseln, die genau das Gegenteil davon bewirken: Unverhältnismäßig hohe Kosten, deren Entstehung der Kunde nicht nachvollziehen kann.
Zunächst ist es nicht unbedingt gewährleistet, dass der Anbieter zuverlässig die Verbindung mit dem Gesprächspartner unterbricht, falls das Guthaben aufgebraucht sein sollte. Einige Dienste, wie beispielsweise sogenannte "Klingelton"-Abos werden nicht selten noch Monate später abgebucht. Das kann dazu führen, dass der Kunde bei seinem Prepaid-Vertragspartner ins Minus rutscht. Diese Schulden können gegebenenfalls vom jeweiligen Anbieter auch eingefordert werden.
Auslandsgespräche häufig teurer.
Besondere Vorsicht ist in dieser Hinsicht bei Telefonaten ins Ausland angebracht. Diese können nicht direkt abgebucht werden, sodass der Anbieter bei aufgebrauchten Guthaben keine Möglichkeit besitzt, das Gespräch zu kappen. So ist es möglich, dass Kunden trotz Prepaid einen erheblichen Schuldenberg anhäufen können.
Auch ein Weiterverkauf oder Verlust der SIM-Karte kann Gefahren bergen. Einige Anbieter verlangen horrende Gebühren für die Sperrung der Karte. Deshalb sollte man sich am besten vor Abschluss über diese Details des Vertrags informieren und auf einen Verkauf der SIM-Karte gänzlich verzichten. Ebenfalls vorsichtig sollte der Kunde bei der Wahl von Sonderrufnummern wie 01805 oder 11818 sein, weil hier Kosten entstehen können, die den regulären Tarif weit übersteigen.
Geringe Sondergebühren nur in Ausnahmefällen
Prepaid-Einsteiger sollten vor Vertragsabschluss auch darauf achten, ob der der Vertrag überhaupt hält, was er verspricht. Denn nicht überall wo Prepaid draufsteht, ist auch Prepaid drin. Einige Anbieter versuchen etwa durch Mindestnutzungsklauseln, an das Geld ihrer Kunden zu kommen. Dazu gehören die Anbieter Klarmobil, Simply und Callmobile. Hier werden Gebühren zwischen 1 und 2 Euro pro Monat fällig, wenn in einem gewissen Zeitraum nicht ein bestimmter Betrag vertelefoniert wurde. Somit handelt es sich eigentlich nicht mehr um ein echtes Prepaid-Angebot, sondern um ganz normale Handyverträge. Jedoch sind die oben genannten günstiger.